Asphären

09. August 2017

Asphären bieten den zentralen Vorteil, dass monochromatische Abbildungsaufgaben, für die mehrlinsige Designs erforderlich wären, mit einem Einzelelement realisiert werden können.

Daraus ergeben sich folgende Vorteile:

  • geringere Abbildungsfehler
  • größere Apertur
  • geringeres Gewicht
  • geringere Transmissionsverluste
  • keine internen Geister

Durch die Kombination von hochreinem Quarzglas und absorptionsarmen Vergütungen verringert sich zudem der thermisch induzierte Shift der Brennweite.

Weitere Anwendungsgebiete einer Asphäre sind auch Strahlumformungen bezüglich der Intensitätsverteilung oder Phase. Eine typische Umformung ist die eines Gauß-Profils in eine Top-Hat Form, deren Vorteil bei der Materialbearbeitung in einem homogeneren Abtrag von Oberflächenmaterial, einer steileren Grenze zwischen Abtragzone und umgebendem Material und einer kleineren Wärmeeinflusszone liegt.

Sill Optics fertigt mit dem MRF-Verfahren Asphären bis zu 180mm Durchmesser. Über interferometrische Wellenfrontprüfung, sowie taktile und optische Formprüfung, kann eine Oberflächengenauigkeit bis zu einem PV-Wert von 0,2µm und einem RMSi-Wert von 0,05µm sichergestellt werden. Die Messmethodik erlaubt Pfeilhöhen bis 21mm, wodurch auch sehr starke Radien bei entsprechendem Durchmesser hergestellt und geprüft werden können.

Im Portfolio von Sill Optics finden sich gefasste und ungefasste Quarzasphären mit Brennweiten von 20 mm bis 200mm, die als Kollimations- und Fokussierelemente einsetzbar sind.

Anfragen für kundenspezifische Asphären sind jederzeit willkommen.