Telezentrische Objektive mit koaxialer Lichteinkopplung

11. Oktober 2017

Als einer der ersten Hersteller Telezentrischer Objektive brachte Sill Optics bereits vor über 10 Jahren Telezentrische Objektive mit koaxialer Lichteinkopplung auf den Markt.

Die Vorteile sind offensichtlich: Durch die Integration der koaxialen Auflichtbeleuchtung in das Objektiv spart man Bauraum und Kosten für die zusätzliche Beleuchtungseinheit. Außerdem ermöglicht die Bauform der telezentrischen Objektive eine parallele kollimierte Beleuchtung, was bestimmte Messaufgaben, wie z.B. die Detektion von Oberflächendefekten, vereinfacht.
Aufgrund unterschiedlicher Beschaffenheiten der zu prüfenden Oberfläche stellt sich beim Objektivdesign die Herausforderung, Streustrahlen und Rückreflexe weitestgehend zu reduzieren.
Insbesondere die Strahlteilung bedarf besonderer Beachtung, weil nur polarisierte Strahlteiler zentrale interne Rückreflexe gänzlich eliminieren, aber wiederum Einbußen in der Lichtintensität und der Beleuchtungshomogenität verursachen.
Während dieser Aufbau bei kleinen Objektfeldern bis Durchmesser von 50 mm noch ausreichende Beleuchtungsqualität liefert, werden die Schwächen bei großen Objektfeldern und insbesondere bei stark reflektierenden Messobjekten deutlich sichtbar.
Anhand eines modularen Systemaufbaus eröffnet Sill Optics zukünftig die Möglichkeit, die Standardversion mit polarisierter Einkopplung entsprechend den Anforderungen an den Gesamtaufbau anzupassen: Zum einen kann die Einkopplung in eine nicht-polarisierte Version getauscht werden, zum anderen lässt sich die Beleuchtungshomogenität der polarisierten Beleuchtung mit Verzögerungsplatten deutlich verbessern.
Eine intelligente mechanische Lösung erspart dem Kunden dabei auch bei großen Objektfeldern (> 60 mm) die hohen Kosten einer Verzögerungsplatte in entsprechenden Durchmessern.