Produktionsablauf

Bei Sonderanfertigungen beliefern wir unsere Kunden von der Ausarbeitung der Spezifikation bis hin zum Serienprodukt. Bei Kleinserien und Prototypen werden alle Produktionsschritte unter einem Dach realisiert. Auch die Integration von opto-mechanischen oder opto-elektronischen Komponenten kann realisiert werden. Unser kompetentes Team freut sich auf neue Herausforderungen.

ROHMATERIAL

Linsenrohlinge aus optischem Glas inkl. Quarz, Kalziumfluorid, Germanium, Zinksulfid und Filtergläser werden in Form von Rundscheiben oder Presslingen angeliefert. Ca. 120 verschiedene Glassorten in optischer Qualität werden bearbeitet.

VORSCHLEIFEN

Die Linsenrohlinge (Rundscheiben oder Presslinge) werden mit Diamant-Kronen-Werkzeugen vorgeschliffen. Jede Seite extra, da sich die Krümmungsradien meistens unterscheiden. Ein Aufmaß von 0,1 mm bis 0,2 mm für jede Fläche wird für das Feinschleifen und Polieren beibehalten.

FEINSCHLEIFEN

Der Linsenradius wird mit Spezialwerkzeugen feingeschliffen. Auf diesen Werkzeugen sind Pellets aufgeklebt. In den Pellets sind Diamantkörner mit Größen von 5 μm bis zu 25 μm eingesintert. Für den Prototypenbau sind spezielle CNC-Maschinen mit zwei Werkzeugen vorgesehen. Diese können das Vor- und Feinschleifen in einer Aufspannung durchführen.

POLIEREN

Die Linsenradien werden mit Werkzeugen poliert, die aus Aluminium vorgedreht und mit Polyurethanfolie beklebt sind.Die Folien in den Werkzeugen werden mit Gegenwerkzeugen eingeschliffen, um die geforderte Genauigkeit zu erreichen. Als Poliermittel wird hauptsächlich Ceriumoxyd verwendet. Die Form der Linsenoberfläche, beeinflusst durch die Parametereinstellung an den Maschinen und die Abstimmung der Werkzeuge, wird berührungslos mittels eines Interferometers zu 100% geprüft.

ZENTRIEREN

Nachdem beide Radien (bzw. Flächen) poliert worden sind, wird die Linse in einer Zentriermaschine zur optischen Achse ausgerichtet. Dabei wird die Linse mit einem Laserstrahl auf die genaue optische Achse justiert, mit Spanndornen fixiert und danach der Rand mit ein oder zwei Diamant-Schleifscheiben zentrisch abgeschliffen. Die Facetten werden im gleichen Arbeitsgang anzentriert.

MRF TECHNOLOGIE

Als neueste Fertigungsstraße wurde eine Einheit mit Vor-Feinschleifen, Polieren und MRF-Poliertechnologie eingerichtet. Das „Magneto-Rheological-Finishing“ Verfahren ermöglicht eine zonale Korrektur auch feinster Abweichungen vom Nominalradius. Diese Technologie erlaubt es uns, Asphären als auch Oberflächen mit einer Güte von kleiner lambda/10 unter kontrollierten Bedingungen herzustellen.

VERGÜTUNG

Linsenoberflächen transmittieren nur ca. 96% des Lichtes. Aus diesem Grund beschichtet (vergütet) man die Fläche mit einem dünnen dielektrischen Material. Diese Schicht aus 5 bis 11 Lagen (in besonderen Fällen bis zu 50 Lagen) vermindert die Reflexionen am Übergang von Glas zu Luft (oder Luft zu Glas). Eine besondere Abstimmung der Schicht zur verwendeten Wellenlänge und Glassorte ist erforderlich, um die Verluste auf bis zu 0,05% zu reduzieren. Unser Standard-Spektrum umfasst Antireflex-Schichten für den Wellenlängenbereich von 193 nm bis 2000 nm. 

KONTROLLE

Wenn alle Produktionsschritte beendet sind, werden die Linsen mit einer Lupe oder einem Mikroskop auf vorhandene Oberflächenfehler untersucht. Um die hohen Qualitätsanforderungen der Produkte zu gewährleisten, ist Sill Optics nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert und motiviert alle Mitarbeiter zu höchstem Qualitätsbewusstsein.

FASSUNGEN

Sill Optics verfügt über eine eigene CNC Fertigung zur Herstellung hochpräziser Dreh- und Frästeile. Wir können mit unserem modernen Maschinenpark, bestehend aus 4 CNC Dreh- und 2 CNC Fräszentren, Prototypen sowie Klein- und Mittelserien flexibel herstellen. Bevorzugtes Material ist Aluminium (RoHS konform), jedoch sind auch andere Materialien wie z.B. Titan bearbeitbar. Nach der Bearbeitung werden die Teile schwarz eloxiert, lackiert oder anderweitig behandelt, um Reflexionen zu vermeiden.

MONTAGE

Optische Systeme (Objektive) bestehen aus mehreren Linsen, welche in die Objektivfassungen montiert werden. Die Linsen werden dabei sehr gründlich gereinigt, randlackiert und staubfrei in die Fassungen zentrisch eingebaut. Modulare Systeme gewährleisten eine kostengünstige Montage und effektive Lagerhaltung. Alle Objektive werden im Labor geprüft. In der Abteilung sind qualifizierte FacharbeiterInnen beschäftigt. Dabei werden bis zu 20000 Objektive pro Jahr montiert und geprüft.

TESTMÖGLICHKEITEN

  • Interferometer
  • Wellenfrontsensor
  • MTF Messung bis zu 100 lp/mm
  • Goniometer
  • Autokollimatoren
  • 3D-Messmaschine
  • Laser (1064 nm, 633 nm, 532 nm, 355 nm)