Moderne Präzisions-Linsenfertigung

Unsere hauseigene Produktion

Das Unternehmen beschäftigt zurzeit ca 190 Mitarbeiter, davon 150 Mitarbeiter und 8 Auszubildende in der Präzisions-Fertigung für Linsen, Fassungen und Montage. Der Anteil an Facharbeitern, wie Feinoptiker, Feinmechaniker und Werkzeugmacher beträgt über 50%. Qualifizierte Fachkräfte (Feinoptikerinnen) kontrollieren die Linsen nach der Bearbeitung zu 100%.

Neueste CNC-Maschinen stehen für das Vor- u. Feinschleifen, Polieren und Zentrieren, sowie für das Drehen und Fräsen der Fassungen zur Verfügung. Täglich werden 1400 Präzisions-Linsen mit Durchmessern von 4 mm bis 300 mm produziert. Weitere Kapazitäten für Beleuchtungslinsen mit einem Durchmesser bis zu 650 mm stehen zur Verfügung. Sondermaterialien können bis zu einer Größe von 1,5 m mit optischer Qualität bearbeitet werden.

Entwicklung und Design

Sill Optics verfügt über eine eigene optische Entwicklungsabteilung. Mit der Optik Design Software Zemax und der Konstruktionssoftware Solid Works lassen sich optische und mechanische Komponenten spezifisch abgestimmt auf die Belange unserer Kunden entwickeln

Highlights unserer Produktionsmöglichkeiten


Unser Fertigungsspektrum für Linsen umfasst:
Durchmesser 4-650 mm
Oberflächengenauigkeit bis zu Lambda/10
Oberflächenqualität bis zu 0,04 nach DIN 3140

Sonderformen wie:
Dome
rechteckige Linsen
segmentierte Linsen
Als Standard bieten wir eine große Auswahl an:
Linsen
Achromaten
Prismen
Spiegel
Asphären

Produktionsstandards

  Qualitätsoptiken Beleuchtungsoptiken
Durchmesser: 4 - 300 mm 10 - 650 mm
Radien: 3 - plan 10 - plan
Brennweiten: 8 - unendlich 18 - unendlich
Oberflächengenauigkeit: bis Lambda/10 > 1 Ring
Oberflächensauberkeit: bis 0,04 (SD10-5) bis 0,25 (SD 60-40)
Vergütungen: von UV-IR VIS
Objektive montiert: 1-10 Linsen 1-6 Linsen


   

Kundenspezifische Lösungen von Sill Optics

Bei Sonderanfertigungen beliefern wir unsere Kunden von der Ausarbeitung der Spezifikation bis hin zum Serienprodukt. Bei Kleinserien und Prototypen werden alle Produktionsschritte unter einem Dach realisiert.
Auch die Integration von opto-mechanischen oder opto-elektronischen Komponenten kann realisiert werden.

Unser kompetentes Team freut sich auf neue Herausforderungen

Rohmaterial

Linsenrohlinge aus optischem Glas inkl. Quarz, CaF2, Filtergläser, ZnS und Germanium werden in Form von Rundscheiben oder Presslingen angeliefert. Ca. 120 verschiedene Glasssorten in optischer Qualität werden bearbeitet.

Vorschleifen

Die Linsenrohlinge (Rundscheiben oder Presslinge) werden mit Diamant-Kronen-Werkzeugen vorgeschliffen. Jede Seite extra, weil die Krümmungsradien unterschiedlich sind. Ein Aufmaß von 0,1-0,2 mm für jede Fläche wird für das Feinschleifen und Polieren beibehalten.

 

Feinschleifen (Läppen)

Der Linsenradius wird mit Spezialwerkzeugen, auf denen Pellets aufgeklebt sind, feingeschliffen. In den Pellets sind Diamantkörner mit Größen von 5 μm bis zu 25 μm eingesintert. Für den Prototypbau sind spezielle CNC Maschinen mit 2 Werkzeugen im Einsatz, die das Vor- und Feinschleifen in einer Aufspannung durchführen.

 

Polieren

Die Linsenradien werden mit Werkzeugen poliert, die aus Aluminium vorgedreht und mit Polyurethanfolie beklebt sind. Die Folien in den Werkzeugen werden mit Gegenwerkzeugen eingeschliffen, um die geforderte Genauigkeit zu erreichen. Als Poliermittel wird hauptsächlich Ceriumoxyd verwendet. Die Form der Linsenoberfläche, beeinflusst durch die Parametereinstellung an den Maschinen und die Abstimmung der Werkzeuge, wird berührungslos mittels eines Interferometers zu 100 % geprüft.

 

Zentrieren

Nachdem beide Radien (bzw. Flächen) poliert sind, wird die Linse in einer Zentriermaschine zur optischen Achse ausgerichtet. Dabei wird die Linse mit einem Laserstrahl auf die genaue optische Achse justiert, mit Spanndornen fixiert und danach der Rand mit ein oder zwei Diamant-Schleifscheiben zentrisch abgeschliffen. Die Facetten werden im gleichen Arbeitsgang anzentriert

 

MRF und Hydrospeed Technologie

Als neueste Fertigungsstraße wurde eine Einheit mit Vor-, Feinschleifen, Polieren und MRF-Poliertechnologie eingerichtet. Das „Magneto-Rheological-Finishing“ Verfahren ermöglicht eine zonale Korrektur auch feinster Abweichungen vom Nominalradius.
Diese Technologie erlaubt es uns Asphären als auch Oberflächen mit einer Güte von kleiner lambda/10 unter kontrollierten Bedingungen herzustellen.

Mit Investitionen in Hydrospeed Poliertechnik und neue Messtechnik wurden die technologischen Möglichkeiten der Fertigung von Präzisionslinsen und Asphären erweitert.

 

Vergütung

Linsenoberflächen transmittieren nur ca. 96% des Lichtes. Aus diesem Grund beschichtet (vergütet) man die Fläche mit einem dünnen dielektrischen Material. Diese Schicht aus 5 bis 11 Lagen (in besonderen Fällen bis zu 50 Lagen) vermindert die Reflexionen am Übergang von Glas zu Luft (oder Luft zu Glas). Eine besondere Abstimmung der Schicht zur verwendeten Wellenlänge und Glassorte ist erforderlich, um die Verluste auf bis zu 0,05 % zu reduzieren.
Unser Standard-Spektrum umfasst Antireflex-Schichten für den Wellenlängenbereich von 193 nm bis 2000 nm.


 

Kontrolle

Wenn alle Produktionsschritte beendet sind, werden die Linsen mit einer Lupe oder einem Mikroskop auf vorhandene Oberflächenfehler untersucht. Um die hohen Qualitätsanforderungen der Produkte zu gewährleisten, ist Sill Optics nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert und motiviert alle Mitarbeiter zu höchstem Qualitätsbewusstsein.

 

Fassungen

Sill Optics besitzt eine eigene Werkstatt zur Herstellung von Fassungen für Prototypen und Kleinserien mit Präzisionsdrehmaschinen und einem 3D-CNC-Bearbeitungszentrum für Sondermechaniken. Bevorzugtes Material ist Aluminium (RoHS konform), jedoch sind auch andere Materialien wie z. B. Titan bearbeitbar. Nach der Bearbeitung werden die Teile schwarz eloxiert oder anderweitig behandelt um Reflexionen zu vermeiden

 

Montage

Optische Systeme (Objektive) bestehen aus mehreren Linsen, welche in die Objektivfassungen montiert werden. Die Linsen werden dabei sehr sauber gereinigt, randlackiert und staubfrei in die Fassungen zentrisch eingebaut. Modulare Systeme gewährleisten eine kostengünstige Montage und effektive Lagerhaltung. Alle Objektive werden im Labor geprüft. In der Abteilung sind qualifizierte Facharbeiterinnen beschäftigt. Dabei werden bis zu 20000 Objektive pro Jahr montiert und geprüft.

 

Testmöglichkeiten