Telezentrische Objektive mit fokusvariabler Linse und koaxialer Lichteinkopplung

22. August 2018

Die beiden Neuentwicklungen des vergangenen Jahres verschmelzen zu Einer: Die Kombination unserer fokusvariablen telezentrischen Objektive mit der weiterentwickelten koaxialen Lichteinkopplung ist naheliegend, da eine telezentrische Auflichtbeleuchtung bei der Prüfung eines Bauteils mit fokusvariabler Flüssiglinse entscheidende Vorteile hat.

Bei einem Systemaufbau mit Durchlichtbeleuchtung bietet ein telezentrisches Objektiv mit elektronisch verstellbaren Arbeitsabstand oft keinen Vorteil, weil die gesamte Bauteiltiefe in einer Messung scharf abgebildet werden muss. Eine Dunkelfeld- oder Hellfeldbeleuchtung in einem definierten Winkel hat wiederum den Nachteil, dass die unterschiedlichen Fokus-Ebenen nicht gleichzeitig bestmöglich beleuchtet werden können. Die Lösung hierzu ist eine aufwendige seitliche Beleuchtung für mehrere Fokuslagen oder ein koaxiales Auflicht.

Bereits seit mehr als 10 Jahren bietet Sill Optics erfolgreich telezentrische Objektive mit integriertem kollimierten Auflicht an. Hauptanwendungen sind präzise Messaufgaben an Oberflächen. Im vergangenen Jahr wurde ein modulares System für Objektive mit einem Objektfeld größer Ø60mm präsentiert, in dem sowohl der Strahlteiler vom Kunden selbst getauscht, als auch eine Verzögerungsplatte durch einen Einschub einfach in das Objektiv integriert werden kann. Darüber hinaus können vergrößernde Objektive mit einer Verzögerungsplatte als Vorsatz ausgestattet werden. Dadurch kann das Objektiv vom Kunden selbst zur Messung bei unterschiedlichen Bedingungen angepasst werden.

Viele unserer Objektive mit fokusvariabler Flüssiglinse können mit einer koaxialen Einkopplung durch das Objektiv kombiniert werden.
Die Kombination von Flüssiglinse und telezentrischem Objektiv mit koaxialer Einkopplung verhindert zum einen den Schattenwurf in den zu prüfenden Ebenen, zum anderen ist eine klare Kantendetektion aufgrund des kollimierten Beleuchtungsstrahlengangs möglich. Der Beleuchtungsstrahlengang wird durch die Verstellung der Flüssiglinse nicht beeinflusst.